So ziemlich jeder Mensch kennt das Gefühl, dass ihm bestimmte Lebensbereiche zeitweise aus den Händen gleiten. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität meist erheblich. Gespräche mit einem erfahrenen Berater können in solchen Situationen sehr hilfreich sein. Im Unterschied zu einer Psychotherapie handelt es sich bei der psychologischen (Krisen)Beratung nicht um eine Behandlung, sondern um eine beratende Hilfestellung bei der Überwindung sogenannter psychosozialer Probleme. Dabei wird angestrebt, eine erste Problembewältigung und somit eine erste Entlastung in der akuten Situation herbeizuführen.

Psychologische (Krisen)Beratung bezieht sich auf ganz konkret bestimmbare Problembereiche. Diese haben jedoch keinen "Krankheitswert" und sind somit auch nicht behandlungsbedürftig im engeren Sinne - so belastend sie auch sein mögen. Eine Beratung ist dann der richtige Weg, wenn Sie in Ihrer aktuell vielleicht äußerst akuten Krise dennoch psychisch so gefestigt sind, dass Sie lediglich einiger Impulse bedürfen, selbst ganz konkrete Lösungsmöglichkeiten zu erkennen und in überschaubarer Zeit selbstständig umzusetzen.

Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen, die mit ihren Problemen alleine nicht mehr fertig werden und in einer schwierigen Situation professionelle Hilfe "von Außen" brauchen. Dies können beispielsweise Schwierigkeiten in der Familie, insbesondere mit dem Partner oder der Partnerin sein, aber auch bedrohliche Probleme am Arbeitsplatz wie Stress, Mobbing, Burn-out oder durch Scheidung oder Arbeitslosigkeit ausgelöste Nöte und Sorgen. Davon Betroffene befinden sich meist in einer Situation, die ihre normalen Bewältigungsmöglichkeiten kurzfristig völlig überfordert.

Stichwort: Stress und Burn-out!

Werden Stressfaktoren dauerhaft nicht beachtet, können sie Menschen seelisch und körperlich krank machen. Unangemessene Anforderungen im Beruf, Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten oder Schwierigkeiten in der Partnerschaft sind typische und häufig auftretende Umstände, die starken Stress auslösen können. Dieser Stress wiederum verstärkt noch die Probleme in den betroffenen Bereichen - ein Teufelskreis kommt in Gang, aus dem Sie alleine vielleicht nicht mehr herausfinden, bevor nicht wieder gut zu machender Schaden entstanden ist. Die davon Betroffenen sind sich der Gefahren solcher Stressfaktoren für sich selbst aber häufig nicht bewusst. Auf diese Weise unbewusst wirkender Stress kann sich so weit verselbstständigen, dass eine Vielzahl körperlicher Symptome auftritt, die eigentliche Ursache - der Stress - als Hauptproblem jedoch verkannt wird.

"Geh Du vor", sagte die Seele zum Körper,
"auf mich hört der Mensch ja nicht,
vielleicht hört er auf Dich".

"Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit für Dich haben",
sagte der Körper zur Seele.

(Ulrich Schaffer)

Typische Anzeichen für dauerhaften Stress sind Probleme im Magen- und Darmbereich, andauernde Schmerzen im Rücken, Asthmabeschwerden, Hautausschläge an den unterschiedlichsten Stellen, immer wiederkehrende Kopfschmerzen, spürbares Herzklopfen oder beständig erhöhter Blutdruck. Tritt eines oder treten mehrere dieser Symptome auf, sollte als erstes nach einer organischen Ursache gesucht werden. Ist eine rein körperliche Erkrankung als Ursache ausgeschlossen, sollte nach Faktoren gesucht werden, welche die Betroffenen aktuell seelisch unter Druck setzen und was möglicherweise diese Lage herbeigeführt hat.



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Abbildung "Die Arten der Stressbewältigung": Jeder kennt Stress und jeder verarbeitet Stress auf individuelle Weise. Mit Hilfe unserer Abbildung können Sie vielleicht selbst einschätzen, welche Verarbeitungsstrategie Sie bevorzugt anwenden. Wer sehr viel Druck und Stress verspürt und gleichzeitig das anhaltende Gefühl hat, den Problemen nicht mehr gewachsen zu sein, hat sicherlich ein erhöhtes Risiko für Burn-out.

In der psychologischen Beratung in einer Kriseninsituation ist die Bearbeitungsperspektive nicht so sehr auf die Probleme fixiert, sondern eher den Lösungsmöglichkeiten zugewandt, sie konzentriert sich daher im Wesentlichen auf das Hier und Jetzt. In Abhängigkeit von Ihrem Anliegen kann die Beratung bereits in Form eines einmaligen Ratschlags ausreichend sein. Oft reicht auch eine beratende Betreuung oder ein Coaching über eine kurze Zeitspanne hinweg aus. Ist eine längerfristige psychologische Begleitung erforderlich, so wird diese nach einer sorgfältigen, gemeinsamen Problemanalyse im Einklang mit Ihren Bedürfnissen entwickelt. Lösungsmöglichkeiten werden stets gemeinsam erarbeitet, jeder einzelne Schritt geschieht nur mit Ihrem Einverständnis.

Sollte sich dabei herausstellen, dass eine Psychotherapie vielleicht doch der bessere Weg für Sie ist, so helfen wir Ihnen selbstverständlich gerne auch auf diesem Weg. Nähers dazu finden Sie ► hier.



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